Stärkung der Wertschöpfungskette Holz in der Region Ostwürttemberg

Hintergrund

Die drei Landkreise Heidenheim, Ostalbkreis und Schwäbisch Hall zeichnen sich durch landesweit herausragende Kennzahlen der Forst- und Holzbranchen aus. Hervorstechend sind hierbei die in der Raumschaft bestehende Sägewerksdichte sowie der im landesweiten Vergleich hohe Anteil an kleinparzelliertem Privatwald. Alle drei Landkreise verfügen zudem über ein großes und breites Forst-Holz-Leistungsspektrum, welches von der traditionellen Forstwirtschaft über die Holzbe- und Holzverarbeitung bis zum holzrelevanten Maschinenbau reicht. Um diese Kompetenzen zukünftig weiter auszubauen und die Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Forst- und Holzbranche nachhaltig zu steigern, schlossen sich die Landkreise unter Federführung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Region Ostwürttemberg (WiRO) zu dem Projekt Holzkompetenz³ zusammen. Mit der Durchführung einer regionalen Studie unter dem Leitmotiv „Untersuchung zur Stärkung der Wertschöpfungskette und Steigerung der Effizienz in der Forst- und Holzbranche" sollen konkrete Projekte und Umsetzungsmaßnahmen aufgezeigt und angestoßen werden.

Vorgehen

Mit der Durchführung der Studie wurde eine fachkundige und erfahrene Bietergemeinschaft beauftragt, die in enger Zusammenarbeit mit den Landkreisen und der WiRO die Untersuchungen vornimmt. Hierbei geht es nicht um die Erhebung statistischer Daten, vielmehr sollen bereits von Beginn an die Akteure der Forst- und Holzwirtschaft aus den Landkreisen intensiv eingebunden werden. Hierzu werden nicht nur über 30 Experteninterviews mit wichtigen Vertretern aller Akteure der ersten und zweiten Wertschöpfungsstufe in der Forst- und Holzbranche geführt, sondern auch in zwei regionalen Workshops konkrete Problem- und Fragestellungen aufgegriffen. Ziel der Untersuchungen sind konkrete Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Effizienz in der Branche, die zu dem auch übertragbar auf andere Region in Baden-Württemberg sein sollen. Bereits während der Bearbeitung sollen auch konkrete Projekte in den Landkreisen angestoßen werden, die sich aus den Untersuchungs-ergebnissen ableiten lassen.

Ziele

Für die Studie wurden vier Hauptziele festgelegt, die durch verschiedene Unterziele konkretisiert werden. Die Untersuchungen der Studie sollen sich dabei insbesondere auf die ersten beiden Stufen der Wertschöpfungskette „Holz“ konzentrieren und alle wertschöpfenden Prozesse von der Urproduktion im Wald über die Holzbereitstellung bis zur 1. Verarbeitungsstufe (stoffliche und energetische Nutzung, Holzbearbeitung, Sägeindustrie) mit einbeziehen.
Die konkreten Ziele der Studie lauten:

  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Urproduktion, Holzbereitstellung und 1. Verarbeitungsstufe
  • Untersuchung von Optimierungsansätzen in der Holzmobilisierung des Kleinprivatwaldes und Ableitung von Handlungsempfehlungen
  • Optimierung der Holzlogistikprozesse zwischen Holzbereitstellung und 1. Produktionsstufe
  • Untersuchung von Potenzialen und Nutzungsmöglichkeiten im Bereich Laubholz und Ableitung von konkreten Umsetzungsmaßnahmen.

Weitere Informationen:

Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH
Region Ostwürttemberg (WiRO)
Universitätspark 1
D-73525 Schwäbisch Gmünd
07171 92753-31
www.ostwuerttemberg.de

Ansprechpartner/in:
Dr. Ursula Bilger (Geschäftsführerin)
Kai Hinderberger

 

 

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