Vermarktung von Sondersortimenten

Foto: ForstBW

Aufgabenstellung

Die Holzvermarktung und -beschaffung ist ein auf Käufer- wie Verkäuferseite mit hohen Aufwänden verbundenes Tagesgeschäft. Die Gestaltungsspielräume scheinen für Forst- und Holzbetriebe aller Größenklassen bei Massensortimenten zwar gering und die Markttransparenz über Preisberichterstattungen, in der Branche bekannte große Anbieter und Abnehmer sowie das Vorhandensein von sog. Zentralverträgen weitgehend gegeben. Bei den Abnehmern, insbesondere mittlerer und kleinerer Größenklassen, wird der Holzeinkauf aufwändig und führt oftmals zu hohen zeitlichen Belastungen. Sofern mit der Beschaffung in andere Regionen ausgewichen werden muss, fallen erhöhte Transportkosten an. 

Eine verbesserte Transparenz des Marktes der Spezial- und Sondersortimente kann einen deutlichen Beitrag zur Wertschöpfung für die Betriebe entlang der Forst-Holz-Kette leisten. Das gegenseitige Entdecken von Nischenmärkten und spezialisierten Abnehmern und Anbie-tern von Sondersortimenten ist ein zentrales Element zur Schaffung von größerer Transparenz auf den Rundholz anbietenden wie abnehmenden Märkten. Über diese Transparenz durch verbesserte Informationen der Bedürfnisse der Marktpartner wird eine intensivere Vernetzung geschaffen, die gleichermaßen den Akteuren der Anbieter- und Nachfragerseite dient.

Auf Anbieterseite sind Flexibilität und Know-how in Aushaltung, Sortierung und bei Lieferzei-ten notwendig und verlangen ein extremes  â€šAuf-den-Kunden-Eingehen‘. Der erhöhte Aufwand bei der Vermarktung dieses Segments wird auch von der Käuferseite oftmals mehr als kompensiert. Denn es handelt sich zumeist um treue und hochpreisige Märkte, die in der Regel zwar keine großen Mengen aufnehmen, sich aber in Tiefpreisphasen preisrobuster als die Massenmärkte verhalten.

Zielstellung und Ergebnisse

In Baden-Württemberg und den angrenzenden Regionen haben sich eine Reihe von Markt-partnern sowohl auf der Käufer- wie Verkäuferseite herausgebildet, die intensive Erfahrungen mit Sondersortimenten besitzen. Diese Know-how-Träger und deren Märkte sollen zunächst im Rahmen einer Recherchephase identifiziert werden. 

Im Anschluss daran werden in zwei Workshops die Kenntnisse und Anforderungen der Verkäufer- wie der Käuferseite herausgestellt und formuliert. Durch diese Workshops soll die Netzwerkbildung in dem Produktbereich ‚Sondersortimente‘ vertieft werden. Marktakteure treffen im Rahmen der Veranstaltungen aufeinander, berichten und diskutieren über Methoden von Beschaffung und Absatz sowie über Produktanforderungen, Bereitstellungs- und Beschaffungsprozesse. 

Durch die Publikation der Ergebnisse wird der Wissens- und Innovationstransfer der Work-shops in den landesweiten aber auch nationalen Raum erfolgen. Insbesondere in den grenznahen Regionen können sich Lieferbeziehungen durch verbesserte Marktkenntnisse über die Grenzen hinweg etablieren oder intensivieren. Daneben werden die Ergebnisse auf der Clusterwebsite in einem ansprechenden Format vorgestellt werden. Die Darstellung der Resultate und der Empfehlungen in Form eines Handbuchs soll über den Kontext der Veranstaltungen hinaus den Akteuren der Branche Unterstützung bei Fragestellungen der Holzvermarktung und des Holzeinkaufs biet

Kartenansicht der Käufer von Sondersortimenten

Handbuch

Das Handbuch  "Vermarktung von Sondersortimenten" enthält den Abschlussbericht und die Präsentationen des Nadelholz-Seminars und des Laubholz-Seminars

Handbuch "Vermarktung von Sondersortimenten" [PDF; 19,5 MB]

 

EFRE 2014 - 2020

Der Clusterbeirat Forst und Holz berät und bewertet eingereichte Vorhabensskizzen im Rahmen des EFRE Holz Innovativ Programms (HIP).

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18. Mai 2017  Leutkirch im Allgäu
Cluster innvoativ - Energetische Sanierung mit TES-Verfahren & mehrgeschossiger Wohnbau
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2. Juni 2017  Stuttgart
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25. Oktober 2017  Stuttgart
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