Stärkung des gemeinschaftlichen Waldbesitzes in Baden-Württemberg

Die Herausforderung

Die Besitzzersplitterung des Privatwaldes aufgrund historisch bedingter Realteilung, Verkleinerung durch Erbgänge und Verkauf erschwert an vielen Stellen eine effiziente Bewirtschaftung des privaten Waldes. Ein Lösungsansatz liegt in Strukturen gemeinschaftlichen Waldbesitzes. Sie ermöglichen eine gebündelte Nutzung kleinster Waldanteile. Zumeist sind es altrechtliche Eigentumsformen, die als Waldgenossenschaften, Holzgerechtigkeiten,  Waldinteressentenschaften, Gehöferschaften oder Markwälder unter vielen verschiedenen Bezeichnungen verbreitet sind. Sie bestehen mitunter seit Jahrhunderten und sind im Rahmen gemeinschaftlicher Waldbewirtschaftung entstanden.

In Baden-Württemberg spielen Gemeinschaftswälder in einigen Regionen eine bedeutende Rolle. Mancherorts gibt es auch bereits erfolgreiche Initiativen, um diese Organisation wieder zu stärken.

Das Projekt

Das Projekt „Stärkung des gemeinschaftlichen Waldbesitzes in Baden-Württemberg“ greift die rechtlichen und motivatorischen Aspekte auf. Im Rahmen des Projektes wird der derzeitige Stand der Gemeinschaftswälder analysiert. Daraus sollen wirksame Empfehlungen für die Stärkung, Neugründung und Erweiterung dieser Organisationen  abgeleitet werden. Die Empfehlungen werden sich dabei an der Maxime der Freiwilligkeit orientieren. Gemeinschaftswälder können für die Bündelung und strukturelle Verbesserung im Kleinstprivatwald eine wichtige Ergänzung zu den bestehenden Instrumenten der forstlichen Zusammenschlüsse und der Offizialberatung sein. Waldbesitzer, die nicht selbst in der Bewirtschaftung ihrer Wälder tätig sind, können im ideellen Eigentum eine angepasste Form des Waldbesitzes erfahren. Gemeinschaftswälder können einen Beitrag zur Strukturverbesserung und zur Steigerung der Wertschöpfungsleistung insbesondere im kleinparzellierten Privatwald leisten. Von der Flurneuordnung im Wald kann ein wichtiger Impuls zur Bildung von Gemeinschaftswäldern ausgehen.

Die Bearbeitungszeit des Projektes beträgt 18 Monate. Das Projekt endet am 30.04.2015. UNIQUE forstry and landuse GmbH wurde mit der Bearbeitung beauftragt. Es erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit den unteren Forstbehörden in der Region, der Forstkammer Baden-Württembergs, Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, Rechtsanwälten und Steuerberatern. 


Schlussberricht/Aufsatzsammlung

Aufsatzsammlung (PDF) [4,5 MB]

 

EFRE 2014 - 2020

Der Clusterbeirat Forst und Holz berät und bewertet eingereichte Vorhabensskizzen im Rahmen des EFRE Holz Innovativ Programms (HIP).

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10-Geschosser-Tag in Heilbronn - Baustellenbesichtigung von Deutschlands erstem Holzhochhaus
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