Ganzheitliche Nutzung von Laubholz am Beispiel von Buche (GANUBU)

Ausgangslage

Der Cluster Forst und Holz generierte im Krisenjahr 2008 4% des gesamten Baden-Württembergischen Umsatzes und umfasste 7% aller in Baden-Württemberg tätigen Unternehmen (Redmann et al., 2010). Somit kommt dem Cluster eine wesentliche volkswirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Bedeutung zu. Innerhalb des Clusters Forst und Holz Baden-Württemberg ist die Sägeindustrie ein sehr wichtiger Teil der Wertschöpfungskette. Knapp zwei Drittel des Rohholzes in Baden-Württemberg wird nach Angaben der Clusterstudie Forst und Holz Baden-Württemberg von der Sägeindustrie abgenommen und verarbeitet.

Obwohl derzeit der Nadelholzeinsatz in der Sägeindustrie eindeutig überwiegt, deutet vieles darauf hin, dass der Rohstoff Laubholz in den kommenden Jahrzehnten erheblich an Bedeutung gewinnen wird (Redmann et al., 2010). Schon heute gibt es in den Wäldern Baden-Württembergs ungenutzte Laubholzpotenziale. Des Weiteren wird und wurde vielerorts ein aktiver Umbau der Wälder betrieben, um mit höheren Laubholzanteilen besser an die Standorte und veränderten Klimabedingungen angepasste Wälder zu initiieren. Weitere 10% der Waldfläche Baden-Württembergs sind in Zukunft von einem Umbau und damit hohen Laubholzanteilen betroffen (Teuffel et al., 2005).

Allgemein wird der Rohstoff Holz stärker nachgefragt, wobei stoffliche und energetische Nutzung immer häufiger miteinander konkurrieren. Experten gehen davon aus, dass im Jahr 2020 in Deutschland zwischen Aufkommen und Nachfrage ein Defizit von etwa 30 Mio. m³ Holzbiomasse bestehen wird (Mantau, 2010). Eine effizientere Materialnutzung stellt ein wichtiges Mittel dar, um einem solchen Defizit entgegenzuwirken und die Konkurrenz zwischen stofflicher und energetischer Nutzung zu verringern.

Projektziele

Im Projekt GANUBU (Ganzheitliche Nutzung von Laubholz am Beispiel Buche) soll ein Nutzungskonzept entwickelt und demonstriert werden, welches eine ganzheitliche, effiziente und hochwertige Verwertung von Laubholz und Rinde ermöglicht, wobei sowohl die stoffliche als auch die energetische Nutzung integriert werden. Am Modell Buche wird gezeigt, dass Holz und Rinde für die Herstellung von neuen, hochwertigen Verbundstoffen eingesetzt werden können und gleichzeitig Material für die energetische Nutzung entsteht.

Ansprechpartner

Herr Dr. Heiko Winter
Tel.: 0761/203-3767
heiko.winter(at)fobawi.uni-freiburg.de

 

EFRE 2014 - 2020

Der Clusterbeirat Forst und Holz berät und bewertet eingereichte Vorhabensskizzen im Rahmen des EFRE Holz Innovativ Programms (HIP).

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