Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL: " Unser Ziel ist es, die innovative Verwendung von Laubholz im baulichen Bereich weiter nach vorne zu bringen"

[25. Oktober 2017] „Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und eine verstärkte Verwendung von Holz im baulichen Bereich hilft uns, die Klimaschutzziele der Gesellschaft zu erreichen. Vor allem im Bauen mit Laubholz stecken noch erhebliche Potenziale, die wir gemeinsam mit der Branche erschließen müssen“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am Mittwoch (25. Oktober) im Stuttgarter Hospitalhof anlässlich der Eröffnung der 39. Fachtagung Holzbau. Rund 420 Teilnehmende aus Architektur, Ingenieurswesen und Bauwirtschaft werden zu dieser Trend setzenden Tagung erwartet. Baden-Württemberg sei mittlerweile bundesweit das Land mit der höchsten Holzbauquote im Wohn- und Nichtwohnbau. Durch die Förderung innovativer Holzbaulösungen in modellhaften Bauvorhaben werde das Land seine herausragende Stellung im Holzbau weiter festigen und ausbauen. Mit Blick auf die Internationale Bauausstellung (IBA) 2027 in Stuttgart biete sich die einmalige Chance für Baden-Württemberg, einem Weltpublikum Zukunftslösungen im Gestalten mit Holz zu präsentieren. Dies sei auch eine Chance zur Weiterentwicklung der Baukultur im urbanen wie im ländlichen Kontext.

„Wer mit dem nachwachsenden und energieeffizienten Naturstoff Holz baut, vermeidet schwer recycelbaren Bauschutt und ersetzt energieintensive Baustoffe wie Stahl und Beton. Holz ist gut für die Umwelt und stärkt die Wertschöpfung vor allem im Ländlichen Raum“, erklärte die Staatssekretärin. Das im Holz gespeicherte Kohlendioxid werde bei Holzbauten über Jahrzehnte, teilweise über Jahrhunderte hinweg der Atmosphäre entzogen.

„Fakt ist, dass die Bauordnung des Landes beim mehrgeschossigen Bauen mit Holz für den Brandschutz häufig teure Einzelfallprüfungen erfordert, was diese Bauweise benachteiligt. Ziel der Landesregierung ist es, diese technischen und formalen Hemmnisse abzubauen“, betonte die Staatssekretärin. Während sich eine Holzkonstruktion im Falle eines Brandes durch eine Verkohlungsschicht selbst schütze und dadurch die Standfestigkeit des Gebäudes im Wesentlichen für eine längere Zeit weiter gegeben sei, verliere Stahl aufgrund seiner thermischen Eigenschaften an Stabilität. „Ein mit einem innovativen Brandschutzkonzept ausgestattetes Holzhochhaus ist sicherer und berechenbarer als ein Gebäude aus Stahl und Beton“, erklärte Staatssekretärin Gurr-Hirsch.

 

 

 

 

 

 

 

Hintergrundinformationen:

Die Fachtagung Holzbau ist die wichtigste Holzbau-Veranstaltung im Land. Etwa 420 Experten aus den Bereichen Architektur und Bauwesen sowie interessierte Bauherren informieren sich über Innovationen und Trends im modernen Bauen mit Holz.

Hochkarätige Referenten wie Prof. Werner Sobek, Leiter des Instituts für Leichtbau, Entwerfen und Konstruieren der Universität Stuttgart, gaben Einblicke in die aktuellen Entwicklungen im Holzbau.

Organisiert wird die Fachtagung von der proHolzBW, der Clusterinitiative Forst und Holz Baden-Württemberg, dem Landesbeirat Holz e.V. in Kooperation mit der Hochschule Biberach und den Architekten- und Ingenieurkammern Baden- Württembergs.









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