Netzwerktagung Wissenschaft und Unternehmen der Clusterinitiative bei Fa. WeberHaus in Rheinau-Linx (mit SWR-Hörfunk Beitrag)
[28.11.2011] Bei der Fachtagung „Innovation als Erfolgsfaktor! Vernetzung von Wissenschaft und Unternehmen im Cluster Forst und Holz“
stand der Dialog zwischen Vertretern der Forschung und Unternehmern im Mittelpunkt. Rund 150 Teilnehmer kamen ins badische Rheinau, um sich bei der Premiere des neuen Veranstaltungsformats der Clusterinitiative Forst und Holz Baden-Württemberg und der Akademie Ländlicher Raum aus erster Hand über Trends und Entwicklungen im Cluster zu informieren.
„29.000 Unternehmen, 200.000 Beschäftigte und ein jährlicher Umsatz von 31 Milliarden Euro – diese Kennzahlen stehen für die Leistungsfähigkeit des Clusters Forst und Holz in Baden-Württemberg“ betonte Bernhard Panknin vom Ministerium Ländlicher Raum in seinem Eröffnungsvortrag. Panknin sprach in Vertretung des kurzfristig verhinderten Ministers Alexander Bonde. Unter dem Titel „Innovationen im Cluster Forst und Holz“ erläuterte Panknin die Bedeutung des Wissenstransfers von der Forschung hin zur Anwendung in der Forst- und Holzwirtschaft. Dabei stehen kleine und mittlere Unternehmen im Fokus, die nach Einschätzung von Panknin „intensivere Kontakte zu den Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg benötigen“.
Zwei sogenannte Megatrends sind es, die Panknin in den Mittelpunkt seines Vortrags stellte: „Baden-Württemberg ist ein starkes Laubholz-Land. Die Clusterinitiative sieht sich hier als Plattform, um Wissenschaft und Unternehmen z.B. bei der Auslotung der Vermarktungschancen von Buchen-Brettschichtholz an einen Tisch zu bringen.“
Auch die Verfügbarkeit des Rohstoffs Holz vor dem Hintergrund möglicher Konflikte zwischen stofflicher und energetischer Nutzung nannte Panknin als ein Thema, das „im Fokus des Clusters steht: Ressourceneffizienz und geschlossene Nutzungskreisläufe stellen Chancen für die Holzbranchen dar!“
In insgesamt sieben Vorträgen wurden Praxisbeispiele für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Unternehmen vorgestellt. So beleuchtete Prof. Gero Becker von der Universität Freiburg die Voraussetzungen und Beispiele erfolgreicher Forschungskooperationen. Ulrich Doll, Homag Holzbearbeitungssysteme, und Martin Müller von WeberHaus nannten aus Sicht der Unternehmer die Kriterien für den gewinnbringenden Dialog zwischen Wissenschaft und Unternehmen.
Die Fachtagung im Informationszentrum „World of Living“ des Fertighausbauers Weber in Rheinau-Linx wurde von einem „Marktplatz der Ideen“ begleitet, bei dem sich zwölf Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Baden-Württemberg präsentierten. Bei dieser Kontaktbörse hatten die Teilnehmer der Fachtagung die Möglichkeit, Fragen und konkrete Problemstellungen an wissenschaftliche Experten zu richten.
SWR-Hörfunk: Sendung zur Veranstaltung mit Interviews






